„Meet a Jew“

Eine Begegnung mit dem aktuellen jüdi-schen Leben.


Am 7.7.2022 bekamen die 9. Klassen im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts von Frau Bartz und Frau Bachmann Besuch von der Mannheimer Schülerin Sabina und der ehemaligen Kant-Schülerin Vika, die im Rahmen des Projekts des Zentralrats der Juden (unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten) über ihren jüdischen Alltag in Deutschland sprachen.
Dabei wurde schnell klar, dass der Alltag von jüdischen Mitbürger*innen ebenso vielfältig und unterschiedlich gelebt wird wie etwa von christlichen, muslimischen oder ungläubigen Menschen in Deutschland: es gibt streng Gläubige, denen es sehr wichtig ist, all die 613 Gebote und Verbote im Judentum genau einzuhalten, aber auch andere, die zwar gläubig sind, aber nur die hohen Feiertage mitfeiern und sonst die Speiseregeln nicht so streng beachten. Da nur ca. 200.000 Juden in Deutschland leben, gibt es kaum jüdische Restaurants, sodass auswärts essen zum Beispiel ein Problem ist. Denn die Tiere müssen nach jüdischem Brauch geschlachtet werden, um als koscheres Fleisch zu gelten, vergleichbar zu halal bei Muslimen.
Bei anderen Themen ist das Judentum sehr liberal: so ist eine frühe Abtreibung nicht verboten und leichte Drogen dürfen in Maßen konsumiert werden.
Es ist erschreckend, dass in den letzten Jahren wieder antisemitische Angriffe auf Synagogen, Friedhöfe oder gar Menschen zunehmen. Deshalb ist das Ziel von „Meet a Jew“, bereits Jugendliche über das jüdische Leben in Deutschland aufzuklären und somit Vorurteile zu verhindern bzw. durch die direkte Begegnung mit jungen jüdischen Mitbürger*innen abzubauen. Dies ist Vika und Sabina bei uns am Kant mit Sicherheit gelungen!


04.08.2022