Die Theater-AG präsentiert am 13., 14. und 15. Oktober

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Harte Schale – weicher Kern

Endlich! Nach zweijährige Zwangspause durfte die Theater-AG des Kantgymnasiums wieder ran. Am 13. Oktober fand die Premiere der Komödie ,,Der herzensgute Unwirsch“ von Carlo Goldoni statt.
Die Theater-AG spielte die Commedia dell’arte gekonnt und gut gelaunt und brachte dadurch das Publikum zum Schmunzeln und Lachen.
Allem voran der treue Diener Picard, der durch seine Tollpatschigkeit immer für einen Lacher gut war. Doch nun erstmal zum alles bestimmenden Monsieur Géronte, dem herzensguten Unwirsch. Gleich zu Beginn zeigte er, warum er diesen Beinamen trägt. Denn ein Charmebolzen, der seinen Mitmenschen gegenüber zuvorkommend und freundlich ist, ist er nun wirklich nicht. Doch auch wenn er durch seine ruppige, griesgrämige Art und sein lautes Auftreten angsteinflößend wirkt, hat er ein gutes Herz. Er hilft seinem Neffen Monsieur Dalancour, der durch das ausschweifende Leben seiner Gattin in eine finanzielle Notlage geriet. Und auch seiner Nichte Angélique verhilft er zum Glück, indem sie ihre große Liebe Valère heiraten darf. Doch das Stück wäre allzu schnell erzählt, wenn Monsieur Géronte nach kurzem Überlegen allen hilft. Nein!!! So ein Stück braucht Gerüchte, Vermutungen, Missverständnisse. Vor allem wenn die Liebe betroffen ist. Und wer, wenn nicht die Haushälterin Marton, die für jeden Klatsch zu haben ist, sollte sich besser mit jenen Gerüchten auskennen. Natürlich darf auch ein viel älterer Nebenbuhler, der Capitano, nicht fehlen, der das junge Glück von Valère und Angélique ins Wanken bringt und für Verwirrung sorgt. Diese versucht Madame Dorval, eine Freundin des Monsieur Geronte, zu entwirren, indem sie sich für Angélique und ihren Bruder Dalancour einsetzt. Außerdem würden ohne Madame dem Stück viele geistreiche Sätze fehlen wie ,,Wenn ein Mann um die Ecke geht, ist er weg.“ So versuchen mehrere Leute gleichzeitig zu helfen, verschlimmern die Lage kurzzeitig, doch am Ende sind alle happy. Auch das Publikum, das hervorragend mitgemacht hat, indem es mal mehr mal weniger im Takt mitklatschte, konnte nach Monsieur Gérontes Solo mit Background-Chor wirklich sagen: ,,I´m happy.“
Alles in allem war es ein gelungener Theater-Abend. Über kleinere Textunsicherheiten, die zum einen der Nervosität bei einer solchen Premiere und zum anderen den erschwerten Bedingungen während der Proben durch die Pandemie geschuldet sind, lässt sich leicht hinweg sehen. Auch das Tragen von Masken erschwerten den Schauspielern das Spielen. Doch auch dieses ,,Problem“ wurde geistreich und witzig gelöst.