KaNt-GyMnASium

Veranstaltungen

Literarischer Abend 2017

Am Donnerstag, den 06. April, lud das Kant-Gymnasium ab 19:00 Uhr zu seinem traditionellen Literaturabend in die Aula ein.


Wie es am Kant-Gymnasium schon mehrere Jahre gute Tradition ist, lud auch dieses Jahr die Deutschfachschaft zum Literarischen Abend herzlich ein.
Unterschiedliche Schülerarbeiten aus dem Unterricht wurden gezeigt, die sich – passend zur Jahreszeit – mit dem Frühling beschäftigten, uns zu einer literarischen Reise in die Antike und den Orient einluden oder mit Themen wie Toleranz, Liebe und Grenzerfahrung experimentierten.
Nach der offiziellen Begrüßung startete der Abend dieses Jahr im Literarischen Salon mit kurzen Szenen der Kursstufe I, die an die künstlerische Tradition des 18. bis 20. Jahrhunderts erinnerten und die einzelnen Beiträge der Klassen miteinander verknüpften und ankündigten.
Zunächst entführte die Klasse 6b die Zuschauer in die antike Welt von Persephone und Demeter und bot den Mythos durch szenisches Lesen dar. Es folgte ein Tagebucheintrag von Hermes, dem vielseitigen griechischen Gott der Reisenden, Kaufleute und Diebe, dem Boten, der die toten Seelen in die Unterwelt begleitet. Erarbeitet wurde dieser Beitrag im Unterricht, gelesen und interpretiert wurde er von einer Schülerin der Klasse 6b.
Mit einer Collage an Frühlingsgedichten kreierte die Klasse 5b eine literarische Impression von Frühling, welche alle Nationen und Sprachen der Klasse in einem sprachlichen Gesamtbild vereinte und verschmelzen ließ.
Gefolgt wurde dieser Beitrag von einem lateinischen Lektionstext, der von Klasse 6a rhythmisch dargeboten wurde und somit die „tote“ Sprache sehr lebendig machte.
Im letzten Beitrag vor der Pause brachte „Achmed der Narr“, szenisch dargestellt und interpretiert von Klasse 7a, die Zuschauer zum Lachen und stimmte sie auf die lockere Stimmung in der Pause ein, in welcher der Förderverein für die leibliche Verköstigung sorgte.
Nachdem der erste Teil des Abends mit einem „Praeludium“ von Johann Sebastian Bach, dargeboten von einem Klavierspieler aus Klasse 6a, eingeleitet worden war, begann der zweite Teil mit einem „Minuet“, ebenfalls von Johann Sebastian Bach. Die Interpretin des Musikstückes besucht die Kursstufe 1 und spielte auf dem Horn.
Die anschließende Szene „Spaghetti für Zwei“, welche von Klasse 7b gespielt wurde, führte dem Zuschauer deutlich vor Augen, welche Peinlichkeiten im Alltagsleben lauern und wie sie mit Toleranz und Freundschaft überwunden werden können.
Auch die Liebeslyrik der Klasse 9a zeigte in beeindruckender Weise mit Worten und Bildern, wie sprachliche Grenzen und Barrieren einreißen können, wenn die Liebe dominiert.
Zeitungsartikel, welche die Schüler der Klasse 9b nach einem Besuch bei den „Badischen Neuesten Nachrichten“ selbst verfassten, offenbarten im nächsten Beitrag einen bunten Strauß an journalistischen Beiträgen und ließen den Zuschauer an ihren Erfahrungen teilhaben.
Zwei Kurzstücke zum Thema „Grenzerfahrung“ der Oberstufenschüler aus KS I bildeten den Abschluss des literarischen Abends. Sie vermittelten den Zuschauern eindrucksvoll, welchen tiefen Sinn es hat, einmal über die eigenen Grenzen und Werte nachzudenken.




Grenzüberschreitendes Projekt: »Contes et légendes dans l’espace du Rhin supérieur«

Seit Februar nehmen die Französisch-Schüler der Klasse 10b an diesem deutsch-französischen Märchenprojekt teil. In einer ersten Einarbeitungsphase wurden im Unterricht die typischen Kriterien für ein Märchen und das passende Vokabular in französischer Sprache erarbeitet. Im Anschluss daran waren ausschließlich die Schüler kreativ, die Lehrerin hatte nur noch beratende Funktion. Die Aufgabe lautete nun ein eigenes Märchen zu schreiben, das später vor einer 4. Grundschulklasse aufgeführt werden sollte. Nachdem die Schüler ihre Idee entwickelt hatten, haben sie sich aufgeteilt: Während die sogenannte Schreibergruppe am Märchentext arbeitete, überlegten sich die anderen Schüler die passenden Requisiten und stellten diese auch selbst her. Nach dieser Kreativphase ging es an die Vorbereitung der Aufführung. Jeder Schüler erhielt eine Rolle und übte fleißig.
Am Montag, den 13. März war es dann soweit. Wir waren zu Gast bei der 4. Klasse der Oberwaldschule-Aue um unser Märchen »le télescope magique« aufzuführen. Nachfolgend die Eindrücke der Schüler:
Morgens um 8:30 standen wir am Schultor und warteten gespannt auf die Viertklässler, die uns dann mit ihrer Lehrerin Frau Becht freundlich empfingen und zu ihrem Schulhof führten, da wir auf dem der Hauptschule standen. Dort angekommen fingen wir erstmal mit einem Namenspiel an um uns gegenseitig vorzustellen. Danach gingen wir schnell in das Klassenzimmer, da es draußen kalt war. Dort angekommen mussten wir erstmal über die Tische und Stühle schmunzeln, da diese kleiner als unsere sind. Dann fing der der Unterricht an, natürlich auf Französisch. Wir waren erstaunt, wie ruhig es in der Klasse bei sowas sein kann und wie konzentriert die Viertklässler da mitmachten. Außerdem haben sie uns Lieder gesungen, was wir sehr schön fanden. Dann wurden wir alle gebeten uns um die Tafel zu setzen um Begriffe des Körpers zu lernen und spätestens da bekamen wir Respekt vor den Viertklässlern, da sie den Körper perfekt auf Französisch kennen. Außerdem sehen die Kleinen immer total motiviert aus, was bei uns ja immer seltener wird. Schließlich warteten wir alle sehr gespannt auf die Schulführung, die dann von Frau Becht durchgeführt wurde. Wir schauten uns alles sehr interessiert an und waren in einigen Punkten auch neidisch, da die Oberwaldschule manche Sachen wie das Frühstück in der Schule besser gestaltet als unsere. Schließlich wurden wir in ein Zimmer geführt, wo wir unser Märchen aufführen sollte, der Hauptgrund unseres Ausfluges. Wir hatten etwas Zeit um uns vorzubereiten und dann kamen schon die Viertklässler rein, wie immer alle glücklich und motiviert. Als wir unser Stück aufführten, waren wir sehr erstaunt, wie schön die Kleinen zuhören können und wieviel sie schon im ersten französischen Durchlauf verstanden haben. Schließlich haben wir das Stück nochmal in Deutsch aufgeführt, damit es wirklich jeder verstehen kann. Wir waren sehr erleichtert als die Viertklässler klatschten und sogar nach einer Zugabe fragten. Dann kam auch schon der Pausengong und dies hieß Abschied nehmen, was wir schade fanden. Jedoch wissen wir, dass wir die Viertklässler bald wieder sehen und freuen uns schon sehr darauf.


Anton Nierobitsch (10b)



Der erste Teil unserer Arbeit ist getan, nun sind die Grundschüler aufgefordert ihrerseits ein Märchen in französischer Sprache zu verfassen. Einzige Vorgabe für die Schüler: Sie müssen unsere mitgebrachten Requisiten, die wir ihnen mit unserer Märchenkiste überlassen haben, verwenden. Am 30. Mai werden wir unsere beiden Märchen auf einer großen Bühne präsentieren und dann im Rahmen dieses Märchenfestivals auch die Ergebnisse der anderen deutschen und französischen Schulklassen sehen. Wir sind sehr gespannt!


Barbara Groß, Französischlehrerin der Klasse 10b



Auch die Klasse 9b hat an diesem von der Klasse 10b beschriebenen Märchenprojekt teilgenommen.
Evelyn und Sophie haben in einer rasanten Geschwindigkeit den Text geschrieben.
Danach überlegten wir im Plenum, welche Materialien für das Erzählen des Märchens vonnöten seien. Im Kunstunterricht bei Frau Hölzle-Kuhn fand der Löwenanteil der Bastelarbeit statt. Für fehlende Requisiten hat Sandra die Verantwortung übernommen.
Die künstlerischen Szenenbilder stammen aus Rubens Feder.
Mit allem fertig sind wir nach Kartung bei Baden-Baden zu unserer Partnerklasse gefahren. Die Klasse 1b der Grundschule hat uns freudig empfangen. Wir kamen zunächst in den Genuss einer Französischstunde. Die sehr engagierte Lehrerin Nicole Martin vermittelt den Kindern große Freude an der Fremdsprache. So hatten wir ein Leichtes, die Aufmerksamkeit für unser Theaterspiel zu bekommen. Durch die Bilder, die gestikulierende Erzählweise und die von Maria perfekt geschminkten Schauspieler konnten die sehr jungen Französischlerner sogar einiges verstehen.
Unser Märchen und die Märchenkiste war Grundlage für die Version der Grundschulkinder. Um uns ihre kindgerechte Neuauflage zu präsentieren, ist die Klasse eigens ans Kantgymnasium gereist.

Die Abschlussveranstaltung im Europapark war ein voller Erfolg. Die Klasse 9b wurde mehrfach von den Verantwortlichen und Veranstaltern für ihr gelungenes Stück gelobt,
nicht zuletzt wegen der Regiearbeit von David und weil jeder Schüler seine Rolle sehr überzeugend und verständlich gespielt und konsequent in der Sprache des Nachbarn gesprochen hat.


Hubertus Curs, Französischlehrer der Klasse 9b





Kant meets Kretschmann

Eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung


Im Rahmen der anstehenden Landtagswahlen 2016 in Baden Württemberg wurden wir, der Neigungskurs Gemeinschaftskunde des Kant-Gymnasiums Karlsruhe, am 08.03.2016 von der Landeszentrale für politische Bildung Freiburg zum SWR Hörfunk in Baden-Baden und einem anschließenden Treffen mit Herrn Kretschmann nach seiner Wahlkampfveranstaltung in Lahr eingeladen.
In Baden-Baden führte uns der Parodist und Stimmenimitator Andreas Müller durch das SWR3 Studio, erklärte uns wie einzelne Sendungen zustande kommen und wie der Tag eines Mitarbeiters des SWR abläuft. In dem Konferenzraum erhielten wir unterhaltsame Einblicke in die Politik und in die ebenso amüsante Arbeitswelt von Herrn Müller. Die lustigen Videoausschnitte der Politiker und seine Imitationen versüßten uns den Aufenthalt. Gegen Ende seiner Präsentation stellten wir ihm viele Fragen zu seinem Themenbereich, der Satire.
Nach einer kurzen Pause stieß Martin Barth zu uns, um uns über das Junge Angebot von ARD und ZDF zu informieren. Das interessante Programm für Jugendliche soll am 01. Oktober 2016 publiziert werden und uns Jugendliche die Politik und Geschehnisse aus aller Welt näher bringen. Das Team arbeitet eng mit Jugendlichen zusammen und auch wir wurden gefragt, was uns denn interessiert und was uns anspricht. Da die Studien zeigten, dass Jugendliche nicht mehr so oft vor dem Fernseher sitzen, sollen dies eine Plattform im Internet, eine App fürs Smartphone oder auch Kanäle auf YouTube sein.
Nach dieser lockeren Atmosphäre am Nachmittag wurde unser Interesse geweckt und es ging anschließend nach Lahr zum Essen in der Nähe der Lahrer Stadthalle, wo die Wahlkampfveranstaltung mit Herrn Kretschmann stattfand. Zuerst stellten die Journalisten der Badischen Zeitung Fragen zur Flüchtlingskrise, zum Bildungsprogramm und zu anderen politischen Themen, danach hatte das Publikum Gelegenheit, Fragen an Herrn Kretschmann zu richten. Im Anschluss nahm sich der amtierende Ministerpräsident Zeit, um unsere Fragen im kleinen Kreis zu beantworten. Nach einigen Fotos verabschiedete er sich und wir hatten noch die Möglichkeit, mit Frau Sandra Boser, Kandidatin der Grünen in Lahr, über Bildungs-, Drogen- und Umweltpolitik zu diskutieren. Nach den spannenden und aufschlussreichen Unterhaltungen mit den Politikern ging es wieder mit dem Bus zurück nach Karlsruhe.
Ein großer Dank geht an die Landeszentrale für politische Bildung, die uns diesen tollen und informativen Tag ermöglichte und an alle Politiker, insbesondere an unseren Ministerpräsidenten Herrn Kretschmann, die sich Zeit für uns nahmen!


Neigungskurs Gemeinschaftskunde (KS1)





Kant-Ball 2016

»Hollywood Dance Night«, das war das Motto des diesjährigen Kant-Balls. Inzwischen ist er schon zur Tradition geworden. Am 26. Februar 2016 wurde bis spät in die Nacht getanzt. Zwischen Standard- und lateinamerikanischen Tänzen, wurde auch der ein oder andere Partytanz gespielt, wozu etwa 150 Jugendliche über die Tanzfläche schwebten. Doch das war nicht alles. Mit einigen spannenden Programmpunkten wurde die sowieso schon gute Stimmung auf den Höhepunkt getrieben. Zu Besuch waren unter anderem die Karlsburggarde der Karnevalsgesellschaft 1904 Durlach e.v. und ein Trio der Tanzschule Raduga, sowie ein professionelles Standardtanzpärchen bestehend aus Kevin Baumann (Kl.7) und seiner Partnerin Elisabeth. Außerdem gab es einen Hip-Hop Act von Stefanie Bosch und Natalia Roth (Kl.10).
Natürlich blieb es nicht bei Tanz. Neben dem Auftritt von Tabea Hohmann und Jordan Hof (KS1) mit Jordans selbst komponierten Song, wurden wir von Judith Weber (KS2) und John Eisermann (Abi 2013) zusammen am Flügel von zauberhaften Klängen verzaubert.
Als neues Königspaar wurden Ihre Majestät Lisa Gribun die Erste und Ihr Gatte König Moritz Meixner ebenfalls der Erste gekrönt.

Wir bedanken uns recht herzlich, bei allen Gästen und allen anwesenden Lehrern. Es war ein super Abend und wir freuen uns schon auf nächstes Mal!

Organisationsteam:
Alexander Becker, Jürgen Frank, Inola Kagni Soupke, Tabea Hohmann (KS1), Judith Weber, Anna Wirz, Miriam Weilandt (KS2) und Gizem Özcay (Kl.10), sowie Jana Günther (Abi 2015)


Alexander Becker (KS1)





Frankreich-Austausch 2015 – ein Rückblick

Im Schuljahr 2014/15 gab es nun schon den sechsten Schüleraustausch mit unserer französischen Partnerschule, dem Collège de Sèvres. Er wurde – wie in den Vorjahren – zusammen mit dem Humboldt-Gymnasium durchgeführt.
Dabei hatten die Franzosen den schwierigeren Part, denn sie mussten sich bei ihrem Besuch in Karlsruhe auf »fremdem Terrain« an ihre(n) Austausch-partner(in) gewöhnen! Aber die »Schülertandems« harmonierten gut, das Programm (u.a. Besuch der Schlösser in Karlsruhe und Rastatt, Speyer, Spaß im Lago und beim deutsch-französischen Theaterstück) kam bei den Gästen gut an, und dank der Bemühungen der deutschen Gastgeber fühlten sich die Besucher sehr wohl.
So konnte sich auch unsere Gruppe – neun Schülerinnen und Schüler in Begleitung von Frau Heitmann und Frau Mai – auf schöne Tage in Sèvres freuen!
Gleich nach den Pfingstferien ging es los: mit dem TGV in nur drei Stunden nach Paris, dann mit dem Bus noch das kurze Stück bis Sèvres. Dort kamen die insgesamt 35 Karlsruher passend zu Beginn der Mittagspause an. Beim Besuch der Kantine und der anschließenden Teilnahme am Nachmittagsunterricht konnten die deutschen Schüler dann schon einen ersten Eindruck vom französischen Schulwesen gewinnen. Dass es allein in der Schulorganisation zwischen unserer Schule und einem französischen Collège große Unterschiede gibt, fiel allen gleich auf: Das Schulgebäude in Sèvres ist durch einen massiven Zaun von der »Außenwelt« abgeschottet, und Schüler dürfen nur nach Kontrolle durch Aufsichtspersonen und gegen Vorzeigen eines Kontrollhefts das Schulgelände betreten bzw. verlassen!
Der erste komplette Aufenthaltstag in Frankreich brachte auch schon den Programmhöhepunkt: Alle Austauschteilnehmer, Franzosen und Deutsche, unternahmen bei herrlichstem Sommerwetter einen Ausflug nach Chartres. Dort besichtigten sie nicht nur die berühmte gotische Kathedrale mit ihren herrlichen bunten Fenstern, sondern auch die mittelalterliche Altstadt. Am besten war aber wohl der Besuch des Glasateliers (Centre international du vitrail), wo jeder Schüler seine individuelle Glasscheibe in Blei fassen und bemalen konnte – ein schönes Souvenir für zuhause!
An den folgenden Wochentagen durften die Deutschen dann, während ihre Austauschpartner die Schulbank drücken mussten, nach Herzenslust Paris erkunden! Das konnte sehr entspannt sein, wie z.B. beim Bummeln über Montmartre bzw. die Champs Élysées und der Bootsfahrt auf der Seine. Aber es gab natürlich auch anstrengende Programmpunkte wie die Besichtigung des Louvre, wo die Schüler von ihren erbarmungslosen Lehrerinnen von einem Saal zum anderen geschleppt wurden und »Fluchtwillige« sofort wieder eingefangen wurden! Aber die Schüler bestaunten tapfer, wenn auch zusehends erschöpft, Mona Lisa und Co!
Nach einer anregenden, aber auch anstrengenden Woche freuten sich alle auf das Wochenende, um sich etwas zu erholen und mit der Gastfamilie ein eigenes Programm zu gestalten.
Am frühen Montagmorgen traf man sich dann an der Gare de l’Est, um voller neuer Eindrücke wieder nach Hause zu fahren.
Aus Sicht der Lehrerinnen (Infos aus erster Hand!) war der diesjährige Austausch ein echtes Sommermärchen mit tollem Wetter, schönem Programm und vor allem völlig problemlosen Schülern. Auch bei den beteiligten Schülern kam der Austausch (gerüchtweise) sehr gut an.


Isabella Mai





Das Haus in Montevideo

Auch in diesem Jahr hat die Theater-AG des Kant-Gymnasiums Anfang Mai zwei unglaublich unterhaltsame Theaterabende organisiert. Gespielt wurde die Komöde „Das Haus in Montevideo“ nach Curt Goetz: Professor Dr. Traugott Hermann Nägler (gespielt von Jürgen Frank) ist ein überaus moralischer Gymnasiallehrer für Deutsch und tote Sprachen und lebt mit seiner Frau Marianne (gespielt von Daniela Layer) und 12 Kindern in einem beschaulichen deutschen Städtchen. Seine hohen moralischen Ansprüche bestimmen das gesamte Leben von Dr. Nägler, selbst seine eigene Schwester hat dies zu spüren bekommen, als sie auf sein Betreiben hin mit 17 Jahren das Elternhaus verlassen musste, weil sie ein uneheliches Kind erwartete. Nun ist diese Schwester in Montevideo gestorben und hat Atlanta, die älteste Tochter von Dr. Nägler (gespielt von Nele Schäfer), in ihrem Testament bedacht. Gemeinsam mit dem Pastor (gespielt von Jordan Hof) fahren Dr. Nägler und Atlanta nach Montevideo, um die Erbschaft anzutreten. Dort angekommen erfährt der Professor, dass das gesamte Vermögen seiner Schwester die Tochter erhält, die im Verlauf eines Jahres ein uneheliches Kind auf die Welt bringt – eine wundervolle Rache für den moralischen Professor.
Warum sich der Professor daraufhin von Herbert, dem Freund Atlantas (gespielt von Stephan Lenert) Ohrfeigen ließ und warum letztlich seine Frau Marianne das gesamte Vermögen geerbt hat, muss man einfach gesehen haben. Zwei unvergessliche, witzige – einfach gelungene Aufführungen!





Kant-Ball 2015

Am 26.02.2015 fand am Kant-Gymnasium, nach einer dreijährigen Pause, wieder ein Ball statt. Dieser Ball war für Schüler ab der neunten Klasse und mit 130 Gästen sehr gut besucht.
Da Abendgarderobe Pflicht war, sah man die Schüler des Kant-Gymnasiums und auch die Lehrer, welche als Aufsichtspersonen anwesend waren, mal von einer ganz anderen Seite.
Die Aula der Schule wurde von den Organisatoren, ebenfalls Schüler des Kants, kurzerhand zur Tanzfläche umfunktioniert, welche die ganze Zeit hinweg gut gefüllt war, wobei die Schüler gar keine schlechte Figur bei Standarttänzen, wie Walzer, Disco Fox und vielen weiteren, machten. Allerdings wurde auch den tanzfaulen Besuchern nicht langweilig. Dafür sorgten die Schulband, eine Formation des Vollraths, welche sich beide bereit erklärt hatten aufzutreten und super Performances hinlegten und die Wahl der Ballkönigin und des Ballkönigs.
Durch dieses Programm führten, als Moderatoren, Jana Günther und Jürgen Frank, welche auch das Königspaar kürten und um 23.30 Uhr die Besucher verabschiedeten.
Es war auf jeden Fall ein sehr gelungener Abend und der nächste Ball ist ebenfalls schon in Planung, bei dem die Schüler des Kant-Gymnasiums wieder das Tanzbein schwingen dürfen.


Tabea Hohmann (Kl.10)


Photos: Jakob Kohnle



50 Jahre Russisch am Kant-Gymnasium

Am 16. Oktober 2014 fand am Kant-Gymnasium eine Festveranstaltung zum 50-jährigen Jubiläum des Russischunterrichts an der Schule statt, zu der folgende Ehrengäste geladen waren: Bürgermeister Lenz, die Vertreterin des Regierungspräsidiums Frau Franke, der Vorsitzende des Russischlehrerverbandes Baden-Württemberg Herr Krüger, der Vorsitzende der Freundschaftsgesellschaft Karlsruhe-Krasnodar Herr Huber, die Vertreterin des Jugendmigrationsdienstes Frau Reznik, der Fachreferent für Russisch Herr Genthner sowie einige ehemalige Russischlehrkräfte und Russischschüler.
Die Veranstaltung verlief in einer herzlichen und freundschaftlichen Atmosphäre. Die Festredner sprachen über die Bedeutung der russischen Sprache in der heutigen Welt, die Geschichte und die Perspektiven des Russischunterrichts am Kant-Gymnasium sowie die weitere Entwicklung des Schüleraustausches zwischen dem Kant-Gymnasium Karlsruhe und der Schule Nr. 47 in Krasnodar. Gerade in politisch angespannten Zeiten (Ukrainekrise) sei der persönliche Austausch zwischen den Menschen enorm wichtig, betonten die Gastredner.
Als Leiterin der russischen Austauschgruppe gratulierte Frau Glazkova (Deutschlehrerin aus Krasnodar) dem Kant-Gymnasium zum Jubiläum. Sie sprach über die enge Freundschaft und langjährige Zusammenarbeit zwischen den zwei Partnerstädten Karlsruhe-Krasnodar und sprach eine weitere Gegeneinladung nach Russland aus.
Die Festgäste verfolgten begeistert die musikalisch-tänzerischen Darbietungen der russischen Schülergruppe aus Krasnodar, welche unter der Leitung von Inna Kiseljova (Musik- und Kubankunde-Lehrerin) standen, sowie die Beiträge der Kant-Schülerinnen und -Schüler unter der Leitung von Ursula Meixner (Musiklehrerin) und Max Schuster (Leiter der Schulband).


OStD Krause, StRin Oßwald, StRin Bachmann